Am 11.12.2025 kamen Lars Günther und Lena Kotré zu einem „Bürgerdialog“ nach Bad Freienwalde. Beide sind MdL der AfD in Brandenburg und beide sind vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft.
Das Bündnis „Bad Freienwalde ist bunt“ rief zum Gegenprotest auf und 60 Menschen folgten diesem Aufruf, was uns sehr gefreut hat. Vielen Dank für diese engagierte Unterstützung!
Auf dem von der Polizei zugewiesenen Bürgersteig rückten wir Protestierenden ein Stück in Richtung Schülerclub, damit die AfD unseren Protest auch hörte. Damit war die Polizei nicht einverstanden und schickte uns zurück zum ursprünglichen Platz, auf dem wir nicht störten.
Dieser Ansage folgten wir – die einen schneller, die anderen langsamer. Der Polizei ging es jedenfalls nicht schnell genug. Daraufhin wurde geschrien und geschubst. Für uns war die Heftigkeit, mit der die Polizei hier eingeschritten ist, in der Situation unverhältnismäßig (siehe Teil 2). Am Ende nahm die Polizei von zwei Protestierenden die Personalien auf.
Alles, was passiert ist, war, dass Menschen nicht schnell genug auf den zugewiesenen Platz zurück gegangen sind. Protest gegen eine AfD-Veranstaltung hat jedoch genau diesen Sinn: Laut zu sein und zu stören. Denn, dass Rechtsextremisten ungestört ihre Propaganda und Hetze verbreiten können, finden wir unerträglich.
Als die Personalien der beiden Protest-Teilnehmer aufgenommen wurden, drohte uns ein AfD-Sympathisant und polizeibekannter Neonazi. Er sagte, so würde das dann immer laufen, „wenn wir an der Macht sind.“ Aber dann hätten sie Waffen dabei und verteilten Kopfschüsse.
Wir haben diese Drohung zur Anzeige gebracht. Sie zeigt einmal mehr, wie gefährlich die Anhänger der AfD sind.
Wo genau ist nun das Empörende?
Ist es empörend, dass sich Menschen weigern, dahin zu gehen, wo sie die Rechtsextremisten nicht stören? Ist es nicht viel empörender, dass Rechtsextremisten so selbstverständlich alle Privilegien unseres Rechtsstaates nutzen, während sie ihn selbst zerstören wollen?
Ist es empörend, dass Menschen sich gegen diese Rechtsextremisten engagieren, oder ist es nicht viel empörender, dass die meisten Menschen in unserer Gesellschaft der AfD nur mit einem Schulterzucken begegnen oder bereits von ihr zu eingeschüchtert sind, um sich gegen Rechtsextremismus zu engagieren?
Ist es empörend, dass Menschen sich für Demokratie und Vielfalt einsetzen, oder ist es nicht viel empörender, dass ein AfD-Sympathisant diesen Engagierten mit Kopfschuss droht?
Wir vom Bündnis „Bad Freienwalde ist bunt“ werden Rechtsextremismus nie als normal ansehen. Wir werden auch in Zukunft laut sein. Auch im Jahr 2026 werden wir uns für Vielfalt und Demokratie in Bad Freienwalde einsetzen. Macht mit und schließt euch uns an!
Am 11.12.2025 lud die AfD zu einem „Bürgerdialog“ nach Bad Freienwalde. Das Bündnis „Bad Freienwalde ist bunt“ rief zum Gegenprotest auf und 60 Menschen folgten diesem Aufruf.
Am Abend des 11.12.2025 hielten wir uns mit unserem Protest an dem mit der Polizei telefonisch und vor Ort abgesprochenen Standort, Waldstraße Ecke Karl Weise Straße, gegenüber dem Schüler*innenclub auf, damit die AfD unseren Protest wahrnehmen konnte.
Zu Beginn der Veranstaltung im Schüler*innenclub rückten wir von der Einfahrt 30 Meter in Richtung Schüler*innenclub, damit die AfD unseren Protest auch weiterhin wahrnehmen konnte. Für uns war klar, dass dies im Rahmen des vereinbarten Standortes war, auf der gegenüberliegenden Gehwegseite zu bleiben, in Sicht und Hörweite des Schüler*innenclubs. In Reaktion auf Kritik einer AfD Sympathisantin setzten sich die Polizeieinsatzkräfte einer Beweissicherungseinheit und der Einsatzleiter in Bewegung. Der Einsatzleiter bestand, trotz Protest der Anmelderin darauf, dass die Kundgebung die 30 Meter zurück an den ursprünglichen Standort verlegt werden sollte. Daraufhin machte die Anmelderin eine Ansage und die 60 Teilnehmenden setzten sich langsam, aber eindeutig in Bewegung. Der Polizei ging dies offenbar nicht schnell genug. Die BFE-Einheit (Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit) der Polizei wechselte unvermittelt die Straßenseite und begann, aggressiv auf die Menschen einzureden und zu schubsen. Zwei Protestierende wurden zu Boden gebracht, brutal festgehalten, mit Knien und Kabelbindern fixiert und zur Identitätsfeststellung in ein Polizeifahrzeug gebracht. Daraufhin brach ein unübersichtlicher Tumult aus, da die gesamte Gruppe der Protestierenden von dem unvermittelten Einsatz schockiert war.
Alles, was passiert ist, war, dass Menschen nicht schnell genug auf den zugewiesenen Platz zurück gegangen sind. Protest gegen eine AfD-Veranstaltung hat jedoch genau diesen Sinn: Laut zu sein und zu stören. Denn, dass Rechtsextremisten ungestört ihre Propaganda und Hetze an Schulen verbreiten können, finden wir unerträglich.
Die Polizeiarbeit hingegen sollte ihre Verhältnismäßigkeit wahren. Von uns ging zu keiner Zeit eine Gefahr aus. Wir blieben auf der zugewiesenen Straßenseite, protestierten kraftvoll, aber vollkommen gewaltfrei und sind der Aufforderung der Polizei nachgekommen.
Vom Zeitpunkt der Ansage durch die Anmelderin zurückzugehen, bis zum Einsatz der BFE-Einheit ist gerade einmal eine Minute vergangen. Es geht hier um das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit und um den verfassungsmäßigen Einsatz der Polizei!
BGH, URTEIL VOM 20.3.1975 „Der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit ist ein Verfassungsgrundsatz, der das gesamte öffentliche Recht beherrscht“ Jede polizeiliche Maßnahme muss vorher geprüft werden, ob diese für das Ziel geeignet ist, das mildeste Mittel darstellt und nicht außer Verhältnis zu dem Zweck steht!
Versammlungen und Demonstrationen: Hier ist der Verhältnismäßigkeitsgrundsatz besonders wichtig, da das Recht auf Versammlungsfreiheit geschützt werden muss und Eingriffe nur bei konkreten Gefahren erlaubt sind.
Als die Personalien der beiden Protest-Teilnehmer aufgenommen wurden, drohte uns ein AfD-Sympathisant und polizeibekannter Neonazi. Er sagte, so würde das dann immer laufen, „wenn wir an der Macht sind.“ Aber dann hätten sie Waffen dabei und verteilten Kopfschüsse.
Wir haben diese Drohung zur Anzeige gebracht. Das zeigt einmal mehr, wie gefährlich die Anhänger der AfD sind.
Wir vom Bündnis „Bad Freienwalde ist bunt“ werden Rechtsextremismus nie als normal ansehen. Wir werden auch in Zukunft laut sein. Auch im Jahr 2026 werden wir uns für Vielfalt und Demokratie in Bad Freienwalde einsetzen. Macht mit und schließt euch uns an!
Keine Bühne für Rechtsextremisten!Nicht im ÖRR und auch nicht in Bad Freienwalde!
Die Rede vom Protest am 14. Oktober 2024
Liebe Freundinnen und Freunde,
wir sind heute hier, weil wir ein Zeichen setzen wollen gegen die Normalisierung von rechtsextremen Personen und rechtsextremen Positionen!
In der Aula des Bertolt-Brecht-Gymnasiums begann das aktuelle Schuljahr mit einer Ausstellung gegen Rechtsextremismus. Schüler*innen und Lehrkräfte engagierten sich dafür. Am gleichen Ort soll heute Jean-Pascal Hohm sprechen. Er will der Chef der neuen AfD-Jugend werden.i
Von sich selbst sagt er, er sei Teil einer Bewegung. Dabei sieht die Arbeitsteilung der extremen Rechten so aus: „Pegida auf der Straße, die Identitäre Bewegung auf dem Brandenburger Tor und die AfD im Parlament.“ii
Das bedeutet, dass die AfD der parlamentarische Arm der extremen Rechten ist, die an anderen Orten mit Einschüchterung und Gewalt agiert.
Dabei hat Jean-Pascal Hohm keine Berührungsängste: Im Potsdamer Landtag kann man den smarten Anzugträger erleben, aber auch unter gewaltbereiten Fußballhooligans fühlt er sich wohl.iii
Hohm spricht von Überfremdung, gegen die sich die Jugend durch Kampfsport zur Wehr setzen müsse. Heimat und Volk will er angeblich schützen. Dabei hat die AfD nichts anzubieten außer Abwertung, Diskriminierung und Zerstörung. Es gibt keine positive Vision, kein Gesellschaftsbild, für das sich ein Engagement lohnt.
Am Ende heißt das Programm: Deportation und Deregulierung.
Erst sollen alle Ausländer*innen und auch „nicht-ethnische Deutsche“ weg, dann der Sozialstaat.
Neben der Hetze gegen Migrant*innen geht es darum, den Schutz von Arbeitnehmer*innen abzuschaffen. Weg mit dem Sozialstaat. Weg mit dem Mindestlohn. Entlastung für Superreiche. Weg mit Regulierungen, die dem Kapital Grenzen setzen. Und das verkauft die AfD uns als „Freiheit“.
Nach massenhaften Deportationen muss die verbliebene Bevölkerung wirtschaftlich ausgebeutet werden. Denn wer soll in einer überalterten Gesellschaft die Jobs noch machen? „Die Lebensauffassung, bei der Lust, Genuss und Freude als höchstes Gut des Lebens gelten, ist eher eine linke Weltanschauung“, hieß es jüngst von der AfD Brandenburg. Stattdessen brauche es „Zucht, Ordnung, Disziplin“. Ganz praktisch heißt das: „Wir wollen keine Ausländer. Weniger Migration heißt für die Deutschen: länger Arbeiten und weniger Urlaub.“iv
Neben Menschen mit Migrationshintergrund werden vor allem alleinerziehende Frauen unter dieser Politik leiden. Sie sind die größte Gruppe, die von den Sanktionen beim Bürgergeld betroffen sind, die die AfD mit herbeigeführt hat. Auch Senior*innen gehören dazu – rund 18 Prozent der Rentner*innen gelten als arm – mit schnell steigender Tendenz.
Aktuell deutet vieles darauf hin, dass das destruktive Gesellschaftsbild der AfD sich durchsetzen könnte, da zu viele mitmachen. Die AfD hat es bereits geschafft, die Stimmung in Deutschland so zu verschieben, dass bei den Ärmsten gekürzt wird, während die Reichsten immer reicher werden.
Hier in Bad Freienwalde diffamiert die AfD Menschen, die sich für Demokratie und eine solidarische Stadtgesellschaft engagieren. Sie will das Jugendzentrum schließen, das sich für queere Jugendliche einsetzt.v Sie hetzt gegen Migrant*innen und gegen Menschen mit Behinderung, die das Stadtbild der Kurstadt stören würden. Sie zeigt Verständnis für Gewalt gegen diejenigen, die sich für Menschenwürde und Vielfalt einsetzen.vi
Auch Jean-Pascal Hohm vertritt die Idee einer ethnischen Reinheit des Volkes: Darin haben Menschen mit Behinderungen keinen Platz. Da haben queere Menschen keinen Platz. Da haben Menschen mit psychischen Erkrankungen keinen Platz. Da haben Migrant*innen keinen Platz. Da haben schwarze Menschen keinen Platz.
Die AfD arbeitet an der Hierarchisierung aller Menschen. Wer nicht in die Ordnung passt, wird eliminiert. Zuerst symbolisch, durch Recht. Dann real, durch Gewalt. Das ist das historische Muster.
Der Schriftsteller Stefan Zweig schrieb über den Aufstieg der Nationalsozialisten: „Die Freiheit der Gedanken ist nicht bedroht durch jene, die offen angreifen – sie ist bedroht dadurch, dass man ihnen die Bühne gibt.“ Er schrieb auch: „Der Nationalsozialismus hat sich vorsichtig in kleinen Dosen durchgesetzt – man hat immer ein bisschen abgewartet, bis das Gewissen der Welt die nächste Dosis vertrug.“
Schon vor 100 Jahren vertraten respektable Bürger*innen, Intellektuelle, Journalist*innen die Position: Lasst uns fair sein. Lasst die NSDAP auch ihre Positionen vertreten. Das ist Demokratie – die Vielfalt der Meinungen.
Damals traten die Faschisten im Radio auf, heute im Fernsehen. Sie wurden legitimiert und normalisiert. Und während das geschah, arbeiteten sie daran, genau diese Demokratie zu zerstören. Sie sprachen von Umverteilung, während sie Entrechtung planten. Sie sprachen von Ordnung, während sie Verfolgung und Vernichtung vorbereiteten.
Das ist die perfide Logik: Die Demokratie wurde durch ihre eigene Toleranz zerstört. Nicht weil die Demokratie schlecht ist – sondern weil sie gegenüber den Feind*innen der Demokratie zu tolerant war.vii
Und heute? Heute sehen wir genau das wieder. Eine AfD, die als gesichert rechtsextrem gilt, wird von öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten eingeladen. Politiker, die sich für menschenfeindliche Positionen und Deportationen stark machen, werden zu legitimen Gesprächspartnerinnen gemacht.
Deportationen waren vor zwei Jahren noch ein extremer Randgedanke. Heute diskutieren wir sie in Talkshows. Morgen werden sie Gesetz. Das ist die Strategie der Vergiftung in kleinen Dosen, die Verschiebung des Denkens und des Handelns in Richtung Menschenverachtung. Man gewöhnt die Gesellschaft langsam daran, bis das, was unmöglich schien, plötzlich unvermeidbar ist.
Damit einher geht auch die Diffamierung von Gegenpositionen: Was heute als „links“ oder gar „linksextrem“ gilt, war vor zehn Jahren einfach: Anstand. Solidarität. Mitgefühl. Der Rechtsruck hat die Maßstäbe bereits massiv verschoben. Viele machen mit – statt dagegenzuhalten. Es ist Zeit, das Koordinatensystem wieder geradezurücken.
Wir sollten uns, unsere Freund*innen und Nachbar*innen jeden Tag daran erinnern:
Die AfD ist keine normale Partei! Die AfD ist keine demokratische Partei! Kandidat*innen der AfD sind nicht wählbar – egal ob sie Mitglieder der Partei sind oder nicht.
Die AfD ist eine faschistische, unsoziale, frauenfeindliche, queerfeindliche, rassistische Vereinigung von Rechtsextremist*innen, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird.
Deshalb sagen wir: Keine Bühne für Faschisten! Nicht in Bad Freienwalde und nirgendwo!
iiwww.afd-verbot.de/personen/jean-pascal-hohm; weitere Zitate von J.-P. Hohm aus dieser Datenbank: „Das Deutsche Volk als ethnische und kulturelle Gemeinschaft ist nicht verhandelbar“, „Der Bevölkerungsaustausch muss gestoppt werden“, „Remigration ist eine vernünftige, pragmatische und sozialverantwortliche Lösung“
Nach intensiver, monatelanger Vorbereitung und Wochen voller Vorfreude fand heute unsere Kundgebung „Bad Freienwalde ist bunt“ statt. Doch bevor es richtig los ging, wurde unsere Veranstaltung von einem Dutzend bewaffneter, rechtsextremer Angreifer attackiert. Maskiert mit Sturmhauben in den Reichsfarben und ausgestattet mit Schlagstöcken und Quarzhandschuhen griff die Gruppe Standbetreiber:innen und Besucher:innen an. Das mutige Einschreiten unserer Ordner:innen sowie weiterer Teilnehmender verhinderte größeren Schaden, auch wenn mindestens drei Personen durch Schläge verletzt wurden. Diesen wünschen wir eine schnelle Genesung.
Die Medien konzentrieren sich nun auf diesen Gewaltakt. Dabei ist es wichtig, auch davon zu berichten, was danach geschah: Wir haben zum fünften Mal die Vielfalt in unserer Kleinstadt im Osten Brandenburgs gemeinsam mit Menschen aus der Region und Gästen, mit queeren Menschen, Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrung und Menschen mit Behinderung generationenübergreifend gefeiert.
Die Trommelschule Steffi Keil, der SPI DanceClub des Jugendzentrums Offi, das Netzwerk „Frauen für Frauen“ sowie der Jugendclub des Theates am Rand gestalteten das Bühnenprogramm aktiv mit. Schülis gegen Rechts und Omas gegen Rechts zeigten, dass alle Generationen solidarisch zusammenstehen. Schüler:innen des Bertolt Brecht Gymnasiums und ihre Eltern machten sich für die Sichtbarkeit queerer Lebensrealitäten stark, ebenso die Landeskoordinierungsstelle Queeres Brandenburg. Kalsoom von Women in Exile und Mahmood Alizadeh erhoben kraftvoll ihre Stimmen für Geflüchtete, unterstützt von Miriam von Wir packen’s an. Die iranische Sängerin Faravaz begeisterte das Freienwalder Publikum. Und Janoma Bange war die (Drag-)Queen der Veranstaltung. Viele weitere Organisationen und demokratische Parteien beteiligten sich mit Infoständen und Mitmach-Angeboten.
In diesem Jahr haben sich so viele Kooperationspartner wie nie zuvor beteiligt und mit rund 400 Besucher:innen aller Generationen hatten wir einen großartigen Zuspruch. Danke an alle, die sich von dem feigen Angriff nicht haben einschüchtern lassen!
Wir danken dem Brandenburger Innenminister René Wilke für seinen spontanen Besuch. Er suchte vor Ort das Gespräch mit uns Organisator:innen und den Opfern des Angriffs. Selbst in den „Baseballschlägerjahren“ in Brandenburg aufgewachsen, war der Minister sichtlich betroffen von dem Angriff auf uns. Doch diese Betroffenheit reicht nicht aus. Als Bündnis „Bad Freienwalde ist bunt“ verteidigen wir hier alles, wofür unsere Demokratie steht: Meinungs- und Versammlungsfreiheit, Menschenwürde und Menschenrechte. Und dieses Engagement war heute nicht ausreichend geschützt.
Als der Angriff erfolgte, war die Polizei nicht vor Ort. Die Gefahr, der unsere Veranstaltung ausgesetzt war, wurde falsch eingeschätzt. Das muss sich ändern! Die Bedrohung durch gewaltbereite rechtsextreme Jugendliche muss ernst genommen werden. Es müssen Mittel zur Prävention, zum Monitoring der rechten Szene und zur effektiven Strafverfolgung bereitgestellt werden!
Wir waren heute da. Wir sind auch morgen da. Wir werden uns auch weiterhin für eine vielfältige, solidarische Gesellschaft einsetzen.
kontakt@freienwalde-ist-bunt.de und Instagram: @bad_freienwalde_ist_bunt.
Für eine bunte und vielfältige Gesellschaft für Alle!
❤️🧡💛💚💙💜🩷
Seid willkommen zur 5. Sommerkundgebung vom Bündnis Bad Freienwalde ist Bunt!
Am Sonntag dem 15.6. von 12 bis 16 Uhr auf dem Marktplatz in Bad Freienwalde
Stände, Redebeiträge, Bühnenprogramm
Live: @faravazmusic @janoma_bange
Internationales Essen, Kaffee und Kuchen, Kinderschminken, Puppentheater, Bastelstand, Siebdruck, Graffitiworkshop, Stephanus Stiftung, Wir packen’s an, die Grünen MOL, die Linke BFW, Women in Exile, Omas gegen Rechts, Schöner leben ohne Nazis, Horte Strausberg, VVN BdA, Palanca e.V., Jugendtheater Club Theater am Rand, Berthold Brecht Gymnasium BFW, Tanzgruppe Offi, Schülis gegen rechts EW, Landeskoordinierungsstelle queeres Brandenburg, Trommelgruppe Steffi Keil…
Am Donnerstag dem 13.06 ab 19 Uhr lädt die afd rund um Rechtsextremisten und Verschwörungsgläubigen Lars Günther zu einem „Bürgerdialog“ in den Schülerclub der Erna-und-Kurt-Kretschmann-Oberschule.
Wer hat das genehmigt? Die Stadtverwaltung.
Wer kann nicht über diese Räume verfügen und Veranstaltungen von Parteien ablehnen? Die Schule, die Schuler*innen.
Wir fordern:
einen Schülerclub für Schüler*innen, der seinen Namen verdient. Dieser soll für Schüler*innen da sein und nicht für Parteien und erst recht nicht für rechtsextreme Politiker*innen.
Schulen als sichere Orte. Niemand sollte hier mit rassistischen und diskriminierenden Positionen der afd zu tun bekommen.
mehr Jugendbeteiligung in der Stadtpolitik in Bad Freienwalde. Kinder und Jugendliche müssen zu den Themen, die sie betreffen, gefragt werden.
Umsetzung des Paragrafen 18a der Brandenburger Kommunalverfassung jetzt.